2. Buch Mose

Auch wenn Feedback bisher ausgeblieben ist werde ich mal weiter die wunderschönen Seiten der Bibel beleuchten, vielleicht liest es ja doch mal einer. Das erste Buch Mose hat ja schon ein paar schöner Ideologien aufgezeigt, aber ab dem zweiten geht es erst richtig los. Gott verkündet Moses seine Gesetze und die haben es in sich.

Aber vorher führt er erstmal Moses und das Volk Israel aus Ägypten hinaus. Und hier zeigt sich Gott von seiner besten Seite. Denn die Tötung von etlichen Ägyptern vollzieht er nur, um seine Macht zu beweisen. Es wird an mehreren Stellen klar ausgesagt, dass die Ägypter nicht etwa von Satan verführt wurden, Moses nicht ziehen zu lassen, sondern dass Gott selber dies veranlasst hat.

Ich aber werde die Ägypter so starrsinnig machen, dass sie hinter ihnen her jagen. Dann werde ich am Pharao und seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und Reitern meine Macht beweisen. (2. Mose 14: 17)

Sympatisch, wirklich, da möchte man ja sofort Christ werden. Und nicht nur tötet er den Pharao und sein Gefolge, die ohne sein Wirken gar nicht das getan hätten weshalb er sie bestrafte, als 10. Plage tötete er auch noch alle Erstgeborenen, also unschuldige Kinder. Warum das hier in Ordnung ist, im Matthäus-Evangelium das ähnliche Handeln von Herodes (er lässt alle Kinder die jünger als 3 sind töten aus der Hoffnung dass Jesus dabei sein wird) aber als so grausam dargestellt wird, ist mir auch nicht ganz klar.

Nachdem Jahwe nun also den Ägyptern gezeigt hat welcher Gott hier die Hosen an, ist es an der Zeit den Israeliten das Gesetz zu verkünden. Die Zehn Gebote kennt wohl jeder also wollen wir diese hier überspringen, aber Gott hat noch vieles mehr zu sagen.

Sklaverei ist erlaubt und es werden klare Regeln im Umgang mit Sklaven aufgestellt. Im Allgemeinen werden diese in den Gesetzen eher wie Gegenstände oder Vieh behandelt, so wird die Tötung eines Sklaven beispielsweise als viel geringeres Unrecht angesehen als die Tötung eines Nicht-Sklaven.

Für die meisten Übertretungen von Gottes Gesetzen gilt die Todesstrafe. Dies ist der Fall für: Mord, Schlagen von Vater oder Mutter, Entführung von Menschen, Verfluchung der Eltern, Zauberei, Sex mit Tieren, Opfer für fremde Götter, Missbrauch oder illegale Herstellung von Weihrauch und Myrre und das Arbeiten am Sabbat.

Die Eltern werden im Allgemeinen als unfehlbar gesehen. „Du sollst Vater und Mutter ehren“ und wenn man sie schlägt oder verflucht soll man getötet werden. Ausnahmen gibt es keine, egal also was einem die eigenen Eltern antun sollten, sie gelten als unantastbar.

Fürsten und Herrscher sollen nicht verflucht werden. Das Verbot, sich gewaltsam gegen Unterdrückung zu wehren begegnet einem noch öfter in der Bibel, auch im neuen Testament wo Jesus den Unterdrückten sagt, sie sollen frohen Mutes sein, denn im Jenseits wird alles besser. Herrschaft und Religion passen wie Arsch auf Eimer.

Körperverletzung soll dem Täter mit gleichen Mitteln heimgezahlt werden. Schlägt er jemanden ein Auge aus soll auch ihm eine Auge ausgeschlagen werden etc. („Auge für Auge, Zahn für Zahn…“).

Ob die heutigen bibeltreuen Christen auch diese ganzen Gesetze unterschreiben würden, würde mich wirklich interessieren. Was für die Israelis damals richtig war kann für uns doch kaum falsch sein? Und das war bei leibe nicht alles, im dritten Buch Mose werden uns noch weitere Regelungen begegnen, vor allem im Bereich der Sexualität. Bis dann…


1 Antwort auf “2. Buch Mose”


  1. 1 bigmouth 20. Juni 2008 um 0:15 Uhr

    mir gefällt’s soweit sehr gut

    lustig übrigens, dass sich peter bierl in der letzten jungle beschwerte über folgende passage bei richard dawkins:

    Dieser Automatismus von Schuld, Sühne und Rache wird im »Ferkelbuch« als das Wesentliche an der jüdischen Religion präsentiert. In seinem Bestseller »Der Gotteswahn« schreibt Dawkins, das Judentum sei »ursprünglich ein Stammeskult um einen einzigen, äußerst unangenehmen Gott, voll krankhafter Versessenheit auf sexuelle Beschränkung, mit einem Überlegenheitsgefühl gegenüber Konkurrenzgöttern und mit der Exklu­sivität des auserwählten Wüstenstammes«.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.